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Die Rache ist mein spricht der Herr!

 Wir werden gleichsam zu dem, was wir beim Anderen verurteilen. Wir sind also nicht besser.

Dazu kommt, dass wir wieder etwas von uns geben, was unweigerlich dazu führt, dass es wieder zu uns zurückkehren wird, da es uns zur Ganzheit fehlt.

Wenn wir uns nun unsererseits rächen, schaffen wir wiederum ein Potential im Anderen sich auch wieder an uns zu rächen.

Wann wird das je Enden?   Niemals!

Es sei denn, einer hört endlich damit auf.

Tatsächlich brauchen wir uns jedoch nicht zu rächen, da das was der Andere ausgesandt hat ganz von allein das Bestreben hat, irgendwann zu ihm zurück zu kehren.

Wir brauchen also der Sache nur ihren natürlichen Lauf zu lassen.

Das einzige Manko ist, dass es vielleicht soviel Zeit benötigt, dass wir dessen  nicht gewahr werden, da wir ja nicht ständig in der Nähe sind um es mit zu bekommen.

Wenn wir aber wissen, dass es so ist, so ist es doch einerlei ob wir es mitbekommen. Oder?

Und: Macht die Rache das was passiert ist ungeschehen? Nein. Das einzige was die Rache bewirkt, ist eine kurze Befriedigung.

Aber das Wissen, dass ich genauso wie der Andere bin, das bleibt für immer.

Auch werde ich natürlich ständig in der (bewussten oder unbewussten) Erwartung leben, dass sich auch der Andere an mir rächen wird. Somit kann ich kein zufriedenes und glückliches Leben mehr führen.

Wir müssen lernen, den Anderen weder zu verurteilen noch überhaupt zu Beurteilen.

Wir tun was getan werden muss, je nach Situation. Nicht mehr und nicht weniger und ohne auch nur den kleinsten Gedanken an Rache.

Sonst vergiften wir uns selbst.

Im Aikido bedeutet dies, das wir die Techniken immer perfekter auszuüben lernen, so dass die natürliche Folge der Technik ist, dass der Andere fällt und nicht deshalb, weil ich am Ende der Technik noch einmal nachsetze und extra einen Zwang ausübe.

Es geht auch nicht darum den Anderen zu Fall bringen zu wollen, sondern der Andere bringt sich quasi  selbst durch seine eigene Aktion zu Fall.

Solange eine Technik noch nicht mühelos funktioniert, solange beherrsche ich sie noch nicht und ich muss üben, üben und nochmals üben.

Nicht der Andere muss besser werden, sondern ganz allein ich. Dies ist meine Aufgabe, meine Verantwortung.